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Was unterscheidet uns

Autor: Tobias / vom 8. Februar 2014

Es ist durchaus erstaunlich: Selbst die mit uns am nächsten verwandten Menschenaffen sind durch ganze 2 Millionen Jahre Entwicklung von uns getrennt. Eigentlich eine Menge Zeit, um bei damals ähnlichen Anlagen ähnliche Fortschritte der Art verzeichnen zu können. Doch irgendetwas scheint bei uns Menschen besser - oder zumindest ganz, ganz anders gelaufen zu sein. Schließlich fliegen wir mittlerweile zum Mond, komponieren Sonaten, entwickeln Atombomben oder machen uns Gedanken über Gott, während unsere entfernten Verwandten mit Stöckchen in Ameisenhaufen wühlen und noch immer nicht die Bäume verlassen haben, auf denen sich ihre Art seit Millionen von Jahren tummelt.

 

 

Das, was uns auszeichnet, ist vor allem schon mal ein sehr, sehr großes Gehirn - zumindest im Vergleich mit anderen Säugetieren ähnlicher Körpermasse. Dieses Gehirn ermöglicht es uns, über abstrakte, komplexe Zusammenhänge nachzudenken und Dinge zu erfinden. Aber warum ist das so? Um es gleich vorwegzuschicken: Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Es gibt unterschiedliche Hypothesen.

 

Und eine der neuesten ist die des Harvard-Forschers Richard Wrangham. Er ist der Meinung, dass vor allem das Kochen uns Menschen überhaupt erst zu Menschen gemacht hat. Und dass uns die Errungenschaft, Nahrung zuzubereiten, überhaupt erst in die Lage versetzt hat, zu immer wieder neuen geistigen Höhenflügen anzusetzen.
In seinem Buch „Feuer Fangen“ geht Richard Wrangham davon aus, dass die letzten 2 Millionen Jahre der Entwicklung der Menschheit in hohem Maße von der Verbesserung verschiedenster Kochtechniken abhängig waren. Das klingt wie die absurde Phantasie eines Chefkochs? Weit gefehlt!

 

Wrangham stellt eine wirklich schlüssige Theorie auf: Erst die Aufnahmen von gegartem Essen hat es uns Menschen ermöglicht, einen wesentlich höheren Anteil an Energie für unser Gehirn zu verwenden, statt sie mit komplexen Verdauungsprozessen vergeuden zu müssen. Das Verdauen von Nahrung kostet nämlich jede Menge Energie. Doch durch das Garen von Nahrung wird das Verdauen erleichtert, der Magen-Darm-Trakt kann kleiner werden und verbraucht weniger Energie.


Die eingesparte Energie kann woanders verwendet werden. Und wozu verwendet der Mensch die eingesparte Energie? Richtig: Zum Denken. Und das Denken wiederum hat uns zu so fantastischen Errungenschaften gebracht wie Musik, Literatur, Philosophie und Technik. Ach ja – und natürlich der Möglichkeit herauszufinden, warum genialer Genuss so wichtig für uns ist.

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