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Verdauen, denken und sozial sein

Autor: Tobias / vom 8. Februar 2014

 

Allein während des Schlafens verbraucht das Gehirn der meisten Säugetiere 3-5% der dem Körper zur Verfügung stehenden Gesamtenergiemenge. Das von Primaten hingegen schon bis zu 10%. Das menschliche Gehirn hingegen benötigt bis zu 25%! Wenn man bedenkt, dass die meisten Tiere einen Großteil der Zeit darauf verwenden Energie zu finden (Nahrung suchen, kauen, essen), dann ist der Engergieverbrauch des menschlichen Gehirns absolut verschwenderisch.

 

Evolutionär scheint also ein großes Hirn keinen Sinn zu ergeben. Aber warum stecken wir Menschen so viel mehr Energie in unsere Gehirntätigkeit? Warum denken wir mehr? Weil wir soziale Wesen sind, die seit grauester Vorzeit in Sippen leben. Dieses Zusammenleben in sozialen Gruppen bringt eine Menge Vorteile. Banal gesagt, sind wir gemeinsam einfach stärker.


Um aber derart komplexe soziale Gefüge aufbauen zu können, benötigen wir die Fähigkeit, zu denken. In unseren sozialen Gruppen müssen wir ständig austarieren, mit wem wir kooperieren, was wir dafür bekommen können oder geben müssen. Dabei sind wir übrigens unter den Säugetieren nicht allein: Auch große Tümmler haben in Relation zu Ihrer Körpergröße große Gehirne. Auch sie leben in sozial komplexen Strukturen - und sind nach unseren Maßstäben besonders intelligent.

 

Darüber hinaus könnte das Kochen und Verarbeiten von Nahrung wesentlich für die Paarbildung und die Arbeitsteilung der Menschen gewesen sein. Stellt Euch mal vor, Ihr würdet den ganzen Tag zu Fuß in den Weiten der Savanne auf der Jagd sein und erst abends zurückkommen - im besten Fall mit einem erlegten Tier, also rohem Fleisch. Um rohes Fleisch zu essen und vor allem in der Verdauung zu verwerten, bräuchte man allerdings sehr lange. Im schlimmsten Fall hättet Ihr aber nicht einmal einen Jagderfolg zu verzeichnen.


Hier kommt die früheste Arbeitsteilung ins Spiel. In allen Jäger- und Sammlerkulturen sind Männer abhängig von Frauen, von denen sie bekocht werden. Denn nur so haben sie die Freiheit und die zeitlichen Resourcen, den ganzen Tag auf die Jagd zu gehen. Und nur so können sie auch dann etwas essen, wenn Sie nichts erlegt haben. Nämlich das, was die Frauen gesammelt haben. Die Arbeitsteilung lautet entsprechend: Frauen ermöglichen das Jagen. Männer ermöglichen durch das Jagen die Ressource Fleisch. Also ist auch unser soziales Gefüge in der Familie oder in der Gruppe seit jeher wesentlich von der Ernährung - und damit dem Kochen geprägt.

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