• ✮ Kundenbewertung
  • Kostenloser Versand ab 45 €
  • Natürlicher Genuss
  • Handwerkliche Produktion
  • Slow Food Unterstützer
Dein Warenkorb

Nudelteig

Autor: Casa Maria / vom 11. Oktober 2014

 

Tagliatelle, Papardelle und Lasagneblätter kann man sehr einfach selber zubereiten. Tagliatelle kommt aus dem italienischen „ tagliare“, was schneiden heißt. Also Teig ausrollen und schneiden.

 

Ob Ihr lieber die feineren Tagliatelle oder die breiteren Papardelle für das jeweilige Gericht nutzt ist Geschmackssache. Jamie Oliver sagt, dass auch Lasagne nur mit einer Gabel in Italien gegessen wird. Benötigt man ein Messer, dann ist die Lasagne zu fest (oftmals bei der üblichen, getrockneten Variante aus dem Supermarkt). Deswegen heißt es auch hier: Lasagneblätter frisch zubereiten.

 

Es lohnt sich in jedem Falle. Um den Teig zuzubereiten, sind keine Gerätschaften notwendig. Dafür sollte die Arbeitsfläche möglichst groß, glatt und sauber sein.

 

Das Ganze dauert ca. 10 Minuten


Für Pasta pro Hauptgang/Person braucht Ihr:
100g Mehl (00-Mehl oder 00-Mehl mit Kamut-Mehl 50:50 gemischt)
1 Ei (nicht direkt aus dem Kühlschrank!)
Etwas Wasser
Kein Salz und kein Öl bei der Teigzubereitung (pure ital. Variante)


Das Mehl in eine Rührschüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Eier hineingeben. Mit einer Gabel die Eier leicht verquirlen, bis Eigelb und Eiweiß sich vermischt haben. Dann langsam, von innen nach außen, das Mehl damit vermengen, evtl. am Ende ein wenig Wasser zugeben, falls zu trocken, bis eine einheitliche Teigmasse entstanden ist. Der Teig sollte nicht an den Händen kleben – in diesem Fall etwas Mehl dazugeben und einarbeiten bis eine handliche Kugel entstanden ist. Hände säubern.

 

Nun den Teig aus der Schüssel nehmen und in die Mitte der sauberen, mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche legen. Zum Kneten des Teiges sollte man sich schon bis zu 10 Minuten Zeit nehmen:
Zuerst mit dem Handballen die Teigkugel flach drücken, dann in der Mitte falten, um 180° drehen und mit der Hand fest auf die Arbeitsplatte drücken; von der Mitte weg nach außen kneten. Wieder falten, in gleicher Richtung um 180° drehen, und immer nur mit dem Handballen kneten. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis nach ca. 10 Minuten geduldiger Handarbeit ein Teig entstanden ist, dessen Oberfläche buchstäblich so glatt und geschmeidig wie ein Baby-Popo ist. Falls zu klebrig, etwas Mehl einarbeiten – falls zu trocken oder bröselig, ein wenig Wasser.


Während die Arbeitsfläche von Teigkrümeln gesäubert wird, darf sich das stolze Produkt unter einer umgedrehten Schüssel kurz ausruhen. Nicht in den Kühlschrank legen, denn es geht gleich weiter bei gleicher Temperatur.


Teig ausrollen:
Wer stolzer Besitzer einer klassischen, italienischen Pastamaschine ist, kann jetzt den Teig in 4 Teile (bei einer Ausgangsmenge von 500g Mehl für den Teig) schneiden und wie gewohnt oder nach Anleitung beginnen, den Pastateig durch die Walzen zu drehen bis die gewünschte Teigstärke erreicht ist und anschließend die Pasta in Form gebracht wird.
Dies geht aber auch gar nicht so schwer mit der Hand:
Die Arbeitsfläche, das Nudelholz und die Hände mit Mehl bestäuben (nur so viel, dass der Teig nicht klebt). Teig mit der Hand etwas flach drücken und mit dem Nudelholz zügig und möglichst gleichmäßig in eine runde Form ausrollen. Dabei die Teigplatte immer wieder um 90° in eine Richtung drehen, das Nudelholz jeweils bis zum Teigrand gleichmäßig rollen, bis am Ende der Teig ca. 2 mm Stärke erreicht hat. Zum Umdrehen den Teig auf das bemehlte Nudelholz vorsichtig aufrollen und auf der bemehlten Arbeitsfläche die Rückseite weiter ausrollen, bis der Teig ca. 1 mm Stärke erreicht hat.

 

Der Teig darf jetzt vor dem Schneiden nicht austrocknen – schnell geht’s weiter:


Pasta schneiden:
Lasagne-Blätter können sofort geschnitten werden: Einfach 10cm-Quadrate ausschneiden und bis zum Kochen auf bemehlter Fläche ablegen.

 

Tagliatelle – Fettucine – Pappardelle: Zuerst den fertigen Pastateig wie eine Pergamentrolle locker zusammenrollen. Bei Bedarf etwas Mehl dazwischen stäuben, damit sie nicht zusammenklebt. Zum Ablegen der geschnittenen Pasta ein Küchentuch mit etwas Mehl bestäubt an die Seite.
Mit einem längeren, scharfen Messer in regelmäßigen Abständen die gewünschte Pasta von der Rolle schneiden: Tagliatelle und Fettucine ca. 1cm breit – Papardelle ca. 3cm breit
Nicht die komplette Rolle auf ein Mal zerschneiden, sondern nach dem 3. oder 4. Schnitt die Nudelspiralen (nicht ausrollen!) auf das bemehlte Küchentuch legen und bis zum Kochen ruhen lassen.


Die frische Pasta kann natürlich gleich gekocht, aber auch in getrocknetem Zustand (Trockendauer ca. 24 Stunden) bis zu 3 Monate in mehreren Lagen auf Papier, mit einem Küchentuch bedeckt, aufbewahrt werden.

 

Frische Pasta hat nur eine kurze Kochdauer. Bevor sie ins kochende Wasser (möglichst großer Topf , reichlich Meersalz dazu, wenn’s kocht) hüpft, sollten alle „Begleiter“ (Sauce und Esser) schon bereit sein und auf den großen Moment warten… Nicht weggehen, denn sobald die Pasta sich zur Oberfläche erhebt – schon nach ca. 1-2 Minuten – ist sie fertig.


Jetzt kann sie in der Pfanne mit Deinem Lieblings-Sugo kurz mitlaufen und sich mit den feinen Ingredienzien vereinen. Noch heiß auf dem Teller verdient sie sofort die Krönung mit dem besten Parmesan der Welt.


Buon appetito!