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Kohlenhydrate und Verdauung?

Autor: Tobias / vom 26. August 2014

 

Folgende Kohlenhydrate gibt es:

 

Einfachzucker
Vor allem Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) in Obst, Agavensirup, Honig.

 

Zweifachzucker
Rohr- und Rübenzucker, also der klassische Haushaltszucker und damit der Zucker, der am meisten Verwendung findet. Milchzucker (Laktose), Maltose (Malzzucker bspw. Bier)

 

Mehrfachzucker
Vor allem Stärke in Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte

 

 

Die meisten Zweifachzucker werden bei der Verdauung in Glucose und Fructose zerlegt. Damit die Glucose vom Blut in die Zellen gelangen kann und dort als Energie zur Verfügung steht, produziert der Körper Insulin. Essen wir also viele Kohlenhydrate, dann wird auch viel Insulin benötigt. Fructose kann nur von der Leber verstoffwechselt werden, deswegen wird kein Insulin produziert.

 

Zweifachzucker werden überwiegend in Glucose und Fructose umgewandelt. Dieser Prozess läuft sehr schnell ab. Essen wir Glucose oder Zweifachzucker, dann kommt viel Glucose sehr schnell in den Blutkreislauf. Blutzucker- und Insulinspiegel steigen und sinken schnell.

 

Mehrfachzucker wie in Hartweizen Nudeln müssen vom Körper ebenfalls in Einfachzucker (überwiegend Glucose) umgewandelt werden. Der Blutzuckerspiegel steigt langsam an und hält sich auch länger.

 

Ballaststoffe sind Kohlehydrate, die von unserer Verdauung nicht verwertet werden können. Sie haben aber eine wichtige Funktion. Unter anderem verlangsamen sie die Verdauung erheblich und damit werden die verdaulichen Bestandteile der Nahrung langsamer vom Körper aufgenommen. Vollkornprodukte haben viele Ballaststoffen und liefern somit insgesamt weniger Energie und die Energie wird langsamer aufgenommen, da die Verdauung langsam abläuft. Das gilt auch, wenn man Kohlenhydrate mit faserreicher Nahrung zu sich nimmt, also beispielsweise Salat und viel Gemüse. Der Unterschied wird auch klar, wenn man Saft trinkt bzw. die Frucht direkt isst: Saft hat wenig Fasern/Ballaststoffe, die Verdauung läuft sehr schnell. Essen wir einen Apfel komplett, dann bekommt unser Körper auch die Ballaststoffe. Die Verdauung läuft langsamer, der Blutzuckerspiegel steigt langsamer, die Energie wird über einen längeren Zeitraum in unsere Blutbahn geleitet. Einen Salat vor dem Essen zu essen ergibt durchaus Sinn. Die energielosen Fasern füllen den Magen und verlangsamen die Verdauung. Außerdem essen wir weniger Energie, weil unser Magen ja schon voll ist.

 

 

Der glykmische Index zeigt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel beim Essen bestimmter Lebensmittel ansteigt. Die Werte werden in Studien definiert, schwanken aber von Mensch zu Mensch und sind auch abhängig von Umfeldfaktoren, wie Tageszeit, Alter oder Klima.

100 Direkte Aufnahme von Glucose (somit der Vergleichswert)
70 Zucker (Saccharose)
15 Agavensirup (Beispielsweise als Süßungsmittel in unserer Schokolade)
85 Weißmehlprodukte (Weichweizen in Kuchen, Brötchen, Toast)
70 Pasta aus Weichweizen (frische Nudeln)
35 Pasta aus Hartweizen (getrocknete Hartweizengrießpasta)

 

Der glykämische Index ist also nicht nur vom Rohstoff abhängig, sondern vor allem auch von seiner Verarbeitung. Frische Pasta aus Italienischem 00 Mehl (Weichweizen) hat einen niedrigeren Index als Kuchen oder Toast, weil Pasta fester ist und langsamer verdaut wird. Bronzegezogene Pasta aus Hartweizengrieß, die al dente gekocht wird, hat einen noch niedrigeren Indexwert als andere Weizenprodukte. (Siehe auch montignac.com)

 

Heute beliebte Fructoseprodukte lassen den Blutzuckerspiegel deutlich langsammer ansteigen, belasten aber die Leber bei der Verstoffwechselung. Zu viel Fructose ist  unproblematisch bezüglich Blutzucker- und Insulinspiegel, aber letztendlich wiederum schlecht für die Leber.

 

 

Im nächsten Artikel wollen wir der Frage nachgehen, ob wir denn nun überhaupt Kohlenhydrate benötigen?