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Geschmack & Verwendung

Autor: Tobias / vom 9. Juni 2014

 

Natürlich hat ein jeder seine persönliche Vorliebe bei der Einschätzung geschmacklicher Qualitäten. Beim kaufen von Olivenöl sollte man aber folgende Regeln beachten:

 

Ein gutes Öl riecht fast wie eine gemähte Wiese, betörend frisch, saftig und natürlich - aber niemals dumpf, ranzig oder modrig. Der Geschmack erinnert in erster Linie an unreifes Obst oder grünes Gemüse. Der erste Eindruck am Gaumen kann nach wilden Kräutern, Blättern, Artischocken, nach grünen Tomaten oder unreifen Äpfeln schmecken. Und das ist, wenn man zum ersten Mal damit in Berührung kommt, eine wahre Offenbarung! Nicht zuletzt muss das Öl bittere Noten enthalten und darf sich ruhig auch mal im Hals bemerkbar machen. Wenn’s im Abgang also ein wenig kratzig, pfeffrig, scharf wird, ist das ein weiteres Qualitätsmerkmal. Denn das, was da kratzt, ist der Wirkstoff Olecantenol, der auch in Iboprofen enthalten ist und entzündungshemmend wirkt. Intensiv fruchtige Olivenöl haben sehr viel von diesem Wirkstoff und sind insofern auch schärfer.

 

Die mögliche Verwendung eines hochwertigen Öls hängt – wie die Geschmacksbewertung – stark von den individuellen Vorlieben der Genießer ab. Ich bevorzuge beispielsweise leichte, fruchtige Öle bei der Herstellung einer hochwertigen Vinaigrette und über Fruchtsalat, verwende mittelstarke, aromatische Öle gezielt zur Abrundung von Pasta und genieße kräftig-würzige Öle gerne pur auf einem leichten Ciabatta mit etwas Meersalz. Aber eine solche Lieblingsverwendung muss halt jeder für sich herausfinden.

 

Grundsätzlich kann man festhalten, dass Ihr jedes gute Olivenöl auch zum Braten und Frittieren kaufen könnt. Es entstehen keine schädlichen Substanzen, soweit man es nicht über 190 Grad erhitzt. Allerdings verflüchtigen sich bei manchen Olivenölen die Aromastoffe beim Erhitzen sehr schnell. Die raffinierten Öle (Satenöle) sind zum Braten dagegen deutlich schlechter geeignet, da die einfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl einfach länger stabil bleiben als mehrfach ungesättigte Säuren in Kernölen. Denn die Antioxidantien in gutem Olivenöl stabilisieren das Öl zusätzlich. Ob man aber sein köstliches Öl dann tatsächlich in der Pfanne „verbraten“ oder lieber akzentuiert verwenden will, hängt vom jeweiligen Genießer ab.

 

Die Geschmacksnotizen und Hinweise zu den Verwendungsmöglichkeiten unserer Olivenöle finden sich natürlich wie immer auf den jeweiligen Produktdetailseiten.