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Die Kaffeepflanze

Autor: Thomas Haver / vom 19. Juni 2014

 

Im Folgenden findet Ihr in aller Kürze ein bisschen botanisches Grundwissen für Kaffeefreunde. Die Gattung der Coffea gehört eigentlich zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist vor allem in den Tropen und Subtropen beheimatet. Es handelt sich um immergrüne Sträucher oder Bäume mit ledrigen Blättern. Die Kaffeepflanze ist eine echt zickige Diva: Sie mag es nicht zu trocken, nicht zu feucht, nicht zu heiß und nicht zu kalt; sie braucht genügend Sonnenlicht, aber nicht zu viel davon; am liebsten sind ihr ausgeglichene Jahreszeiten - und auf keinen Fall erträgt sie Frost. Aber mal ganz ehrlich: Hätten wir nicht alle am liebsten sanfte Außentemperaturen zwischen 20 und 26 Grad für immer?

 

Die Entwicklung von der Blüte bis zur reifen Frucht dauert bei den Kaffeepflanzen annähernd ein Jahr. Und die Pflanze setzt das ganze Jahr über immer wieder neue Blüten an. Entsprechend reifen auch die Früchte nicht alle gleichzeitig. Das macht die Verarbeitung ziemlich aufwendig. Unsere Single Origin Kaffees für Filterkaffee werden grundsätzlich von Hand gepflückt, um den idealen Reifegrad abzupassen. Meist sind drei Erntegänge notwendig: Vor-, Haupt und Nachpflücke. Die dabei geernteten Früchte werden als „Kaffeekirschen“ bezeichnet. Die Kaffeebohne ist dabei der Samen der Frucht.

 

Coffea Arabica 

 

Die wichtigste Vertreterin ihrer Art ist Coffea arabica oder, allgemein üblich, einfach Arabica. Diese Bohnen sind bis heute weltweit am weitesten verbreitet: 70-80% aller geernteten Kaffeebohnen sind Arabica-Bohnen. Die Art stammt ursprünglich aus dem Hochland Äthiopiens. Dort wachsen Kaffeepflanzen wild als Unterwuchs im Regenwald. Die Coffea arabica ist eine ausgesprochene Höhenpflanze. Dieser „Hochlandkaffee“ (den meisten von uns durch einschlägige Werbebotschaften als Begriff schon länger bekannt) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Aromastoffen bei wenig Säure und einem im Vergleich mit anderen Sorten eher niedrigen Koffeingehalt aus. Die zweite wichtige Sorte ist die Robusta, eigentlich Coffea canaphora. Dieser stammt aus dem Kongo und aus Uganda und wurde erst entdeckt, nachdem der Arabica-Kaffee bereits seinen weltweiten Siegeszug angetreten hatte. Robusta-Kaffee ist, wie der Name sagt, robuster als sein verbreiteter Verwandter. Und das bezieht sich einerseits auf die Widerstandskraft der Pflanze selbst, andererseits aber auch auf den „robusteren“ – sprich: säurehaltigeren – Geschmack des Kaffees. Ein weiterer Vorteil dieser Art: Sie gedeiht auch in tieferen Lagen. Das hat sie in den letzten Jahren für die industrielle Massenproduktion immer populärer werden lassen.

 

Allgemein werden die Arabicabohnen geschmacklich höher eingeschätzt als die Robustas. Sie sind in der Regel weicher, aromatischer und weniger bitter. Dafür überzeugen die Robustas mit dem besseren Körper. Viele Espressosorten möchten übrigens mittlerweile das Beste aus beiden Welten vereinen und bestehen deshalb aus einer Mischung beider Arten.

 

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