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Hauptsache sauber?

Autor: Feline / vom 4. Juni 2018

 

„Spülen belaste die Umwelt. Entscheidend ist jedoch wie stark“. Mit dieser These beginnt der Artikel der Zeitschrift Ökotest, bei dem 21 Spülmittel auf Spülkraft und Inhaltsstoffe getestet wurden. Vor der Evaluierung der Ergebnisse werden vorerst die erheblichen Nachteile von schädlichen Inhaltsstoffen diskutiert, die sich in den meisten Spülmitteln finden lassen.

Besorgt liest man sich diese durch und hofft auf ein Lösungsangebot, ein Spülmittel, mit dem diese Nachteile nicht einhergehen.

 

Diese Hoffnung wird jedoch enttäuscht. Zwar wurden neben bekannten Marken, günstigeren Eigenmarken von Supermärkten, Discountern und Drogerien auch zwei Produkte aus Bioläden miteinbezogen, jedoch fand die Bewertung schließlich unter einer anderen Prämisse statt.

 

spülen

 

So konnte nur ein Spülmittel die Bewertung gut erhalten, nämlich das Fairy Plus Spülmittel und das obwohl auch hier bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden wurden. In 13 Fällen gab es die Bewertung ausreichend und sieben Spülmittel wurden mit 'mangelhaft' bewertet, darunter auch die zwei Öko-Spülmittel.

 

Da fragt man sich doch wie das sein kann, wenn auf den ersten Seiten stets nur die Rede von der Wichtigkeit reiner, gesunder Inhaltsstoffe ist. Dem entgegengesetzt heißt es dann aber als Erklärung der Bewertung: „wenig Spülmittel, wenig Wasser, viel sauberes Geschirr: Das ist aus unserer Sicht wünschenswert. Das Testergebnis Praxisprüfung ist daher stärker gewichtet als das Testergebnis Inhaltsstoffe“.

 

Während die Öko-Spülmittel jeweils mit einem 'sehr gut' beim Testergebnis Inhaltsstoffe abschnitten, wiesen 18 von 21 Spülmitteln PEG/PEG Derivate auf, welche einerseits dafür sorgen, Speisereste besser zu lösen, aber andererseits die Haut auch durchlässiger für Schadstoffe machen.

Ähnlich verhielt es sich mit den allergieauslösenden Isothiazolinomen: 17 Spülmittel beinhalteten dieses Allergen, obwohl allein in einem Zeitraum von fünf Jahren mehrere hunderttausend Menschen auf diese Chemikalie sensibilisiert worden. Außerdem kritisierte Ökotest das Duftmittel Lilial, das schwer abbaubar ist und sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend gezeigt hat. Aus dem Grund sollte man auch auf selbstgemachte Spülmittel mit ätherischen Ölen verzichten.

 

ungleichverhältnis

 

Als Lösungsansatz bietet Ökotest nun an Handschuhe anzuziehen. Aber ist das sinnvoll? Der Umwelt wird damit immer noch geschadet und wenn man schon anerkennt, dass das Spülmittel so schädlich ist, dass es nicht mit der Haut in Berührung kommen sollte, wieso nutzt man dann nicht direkt ein anderes Spülmittel?

 

Selbstverständlich geht es vor allem auch darum, sein Geschirr sauber zu bekommen, jedoch halte ich zumindest eine gleichwertige Gewichtung von Effizienz und Inhaltsstoffen durchaus für angebracht. Sicher wird Geschirr schnell sauber, wenn man den Dreck mit Chemikalien wegätzt.

 

Weicht euer Kochgeschirr besser vorher ein, oder spült sofort ab. Ich hatte die letzten Jahre keine Probleme mit meinen Öko-Spülmitteln Geschirr sauber zu bekommen. Meine Gusseisenpfanne von Skeppshult putze ich sogar zu 99% ohne Spülmittel nur mit Wasser, direkt nach dem Anbraten aus.