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Avocados: Superfood & Nachhaltigkeit

Autor: Tobias Stetter / vom 22. März 2018

Wir kennen das Problem bereits von Quinoa. Ein neues Lebensmittel wird entdeckt und der Hype darum vervielfacht die Nachfrage innerhalb kürzester Zeit. Quinoa, das vor allem auf den Andenhochebenen angebaut und dort von der lokalen Bevölkerung gegessen wurde, ist auf einmal weltweit begehrt. Das Lebensmittel steigt unermesslich im Preis, was drastische Auswirkungen für die lokale Bevölkerung in den Anden hat.

 

 

Etwas anders, aber eben ähnlich läuft es jetzt auch bei Avocados. Laut einem Weltspiegelbericht steigt der Absatz jährlich um 30% und das wird sich voraussichtlich auch die nächsten Jahre nicht ändern. Knappheit ist bei Avocados nicht das Problem. Ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren wurden unzählige neue Plantagen von Großgrundbesitzern angelegt. Um diese jedoch ausreichend zu bewässern, haben Einheimische das Nachsehen. Die Menschen in Chile beispielsweise verlieren ihren Zugang zum Wasser. Ganze Flüsse trocknen aus und der Grundwasserspiegel sinkt.

 

 

Die Reportage ist interessant und lohnt sich anzugucken. Sie eröffnet einem einen Blickwinkel, über den viele vielleicht nicht nachdenken, wenn es um gehypte Superfoods geht. Ansonsten gibt es genügend Superfood aus Deutschland, wie Weißkohl oder Urdinkel.

 

Gerade bei der aktuell angesagten Avocado lohnt es sich, den Konsum zu überdenken. Betrachtet man die Avocado als Luxusgut, welche man sich ab und an mal gönnt, dann kann man sie umso mehr genießen. Außerdem ist ein Trend sowieso nur eine kurzweilige Erscheinung. Und genau wie in der Mode, müssen wir auch Ernährungstrends nicht immer wahllos nachrennen.

 

 

↑ Auch in der ARD Mediathek verfügbar