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Glyphosat Verlängerung & dramatischer Insektenschwund

Autor: Tobias Stetter / vom 6. November 2017

 

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Glyhosat ist das weltweit verbreitetste ↑Totalherbizid, also ein Mittel das alles tötet was sich Pflanze nennt und gentechnisch nicht dagegen geschützt wurde. Mit der Monsanto Übernahme durch Bayer muss natürlich auch die deutsche Politik genau überlegen, ob Sie einem Verbot zustimmt, denn im Dezember läuft die Genehmigung in der EU aus. Viele Länder wie Österreich, Italien und Frankreich haben sich bereits gegen eine weitere Zulassung entschieden.

 

Aber auch ohne die Monsanto Übernahme steht die deutsche Landwirtschaftspolitik fest mit allen Mitteln hinter der weiteren Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion. So prognostizieren Verbraucherschützer Preissteigerungen beim Leitungswasser um bis zu 50%, da das seit 12 Jahren von CSU geführte Landwirtschaftsministern keine Schritte unternommen hat, das Grundwasser durch geringe Düngung zu schützen. vielmehr importiert Deutschland Gülle aus Holland, wo sehr strenge Richtlinien der Massentierhaltung und den damit einhergehenden Düngeüberschuss zunehmend erschweren.

 

Glyphosat 

Nachdem 2016 die Vereinten Nationen festgestellt haben, das Glyphosat wahrscheinlich! nicht krebserregend ist, haben viele Medien wie die Tageszeitung oder Die Welt durchaus schon Umweltschützer und Grüne als Spinner hingestellt. Ein Kommentar in Der Welt lässt sogar befürchten, dass durch ein Glyhosatverbot die traditionelle, also industrielle, Landwirtschaft endgültig verboten wird. (Siehe welt.de ↑„Die Glyphosat-Panik der Öko-Lobby ist lächerlich“). Der Autor malt das Schreckgespenst des Sozialismus und erwähnt mit keinem Wort, das unsere Landwirtschaft längst sozialistisch ist. 

 

Kurze Zeit später hat sich dann herausgestellt, dass die wissenschaftliche Basis der UN keineswegs allen Belastungen standhält. Genau wie letztes Jahr beim Institut für Risikobewertung in Deutschland, das zu einem ähnlich positiven Ergebnis über Glyphosat gekommen ist, hat man sich auf Herstellergutachten bezogen, und unabhängige Studien, die selten genug überhaupt gemacht werden, außer Acht gelassen. (Siehe beispielsweise ↑taz.de) Hersteller müssen ja auch heute nur die für sie positiven Studien veröffentlichen, so dass man auf wissenschaftlicher Basis leider immer noch nicht weiß, wie schädlich oder krebserregend Glyphosat ist.

 

Glyphosat - Frage nach Schädlichkeit 

Fakt ist, Glyphosat zerstört wichtige Pflanzenbiotope und damit auch den Lebensraum von Insekten. Gerade erst wurde für Deutschland ein Rückgang der Biomassse bei Insekten von 75% festgestellt und das in nicht einmal 30 Jahren. Damit einhergehend nimmt die Biodiversität immer weiter ab. Niemand kann bewiesen, das Pflanzenschutzmittel alleinig dafür verantwortlich sind. Aber in einem Indizienprozess würde ein Richter die industrialisierte Landwirtschaft mit Ihren Monokulturen und Giften durchaus schuldig sprechen. Aber egal ob Autoren Der Welt oder CSU Landwirtschaftsminister, es wird weiter behauptet, wir bräuchten diese Form der Nahrungsmittelproduktion, um Essen immer noch billiger zu machen. Von diesem Biligessen schmeissen wir dann 50% wieder weg und mit der Überproduktion machen wir die Nahrungsmittelmärkte in Afrika (Hühnchenschenkel, Milchpulver,..) kaputt. Alle die Bio essen sind spinnige Biohipster oder Althippies, die es sich erlauben können exzentrisch zu sein.

 

Glyphosat Lebensmittelabfall 

Bezahlbare Nahrung ist für alle möglich, auch ohne die Zerstörung der Umwelt.