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über Weingut H. Deppisch

Autor: Tobias / vom 12. Juni 2017

Ich fahre nach Würzburg und sehe schon am Hauptbahnhof weite Flächen mit Weinreben. Klar hier, wie überall anders heute, gilt groß=gut. Aber was heißt schon gut? Gut für den Weingeschmack, die Weinqualität, die Artenvielfalt?

 

 

Christian holt mich am Bahnhof ab. Die Interviewfragen (Interview könnt Ihr Euch hier anhören) lasse ich beiseite und erfahre so schon wichtige Dinge:

Die Deppischs haben sich den Weinberg gekauft, kommt eher selten vor, außer bei reichen Leuten, die ein Hobby suchen.

Alles wird seit 10 Jahren von Grund auf neu aufgebaut. Fässer, Anlagen, der ganze Hof.

Die Deppsichs arbeiten Beide noch hauptberuflich und erziehen 3 Kinder.

Der klare Fokus liegt auf dem Wein der hinten rauskommt. ChiChi ist nicht

 

 

Ich bin beindruckt, weil mir die Aufgabe sehr groß scheint. Später sprechen wir noch über die Sehnsucht, die wohl alle kennen, die für Ihr Geld arbeiten, dass man sich wünscht einfach Mal eine halbe Million investieren zu können, um der Perfektion nahe zu kommen. Im gleichen Zug merkt man dann aber wie befriedigend es ist für die Familie alles wachsen zu sehen. Und an einem Punkt machen die Deppischs keine Kompromisse, beim Kreieren von natürlichen Wein- und Sektkreationen.

 

 

Auf dem Weg von Würzburg machen wir dann den Sprung zur Seite bzw. nach Theilheim. Denn Theilheim liegt abseits der bekannten Weinorte Randersacker, Sommerhausen oder auch Kitzingen. Die Lage ist etwas kühler, insgesamt gibt es hier nur 20 Hektar und davon bewirtschaftet Deppisch 4. Früher konnte man mit 3 Hektar einen Familienbetrieb betreiben. Heute haben die meisten schon eher 7 oder auch 20.

 

 

Das Besondere an den Theilheimer Weinbergen ist, dass sie von der Flurbereinigung verschont wurden. Die meisten Winzer hatten kein Interesse an einer Bereinigung, denn Sie haben oftmals für sich selber angebaut. Heute ist diese ehemalige Rückständigkeit ein Vorteil, zumindest wenn man wie Deppisch mit der Natur arbeitet. Zerklüftete Anbaugebiete haben Hecken, Mauern, Wäldchen zwischen den Parzellen, was eine höhere Artenvielfalt schafft und letztendlich dem natürlichen Anbau zugutekommt.

 

 

In diesen Weinbergen bauen die zwei jetzt mit Unterstützung von Etern und den drei Kindern Wein an. Ich bin gespannt wie es weitergeht bei den Deppischs und empfehle den Seitensprung ruhig mal zu wagen. Im Frühjahr gibt es dort die Heckenwirtschaft, wo der Winzer und die Familie selber kochen. *Unglaublich was die alles machen*. Im Sommer gibt es ein Hoffest mit Jahrgangsverkostung. Wer es nicht nach Franken schafft, kann sich noch mein Interview mit Christian anhören (Warum Demeter und was ist Pét Nat?) oder einfach die wunderbaren Weine ausprobieren.

 

 

 

 

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