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Streuobstwiesen erhalten warum?

Autor: Paul Döcker - Ostmost / vom 31. Juli 2016

 

Seit nun fast genau zwei Jahren gibt es die Streuobstwiesen Manufaktur GmbH mit Sitz in Berlin Kreuzberg. Das kleine Berliner Startup hat die Getränkemarke Ostmost ins Leben gerufen. Mit Ihrem Slogan „Reclaim Streuobstwiesen – Austrinken und Aufbäumen“ widmet sich Ostmost dem Schutz der Streuobstwiesen im Osten von Deutschland.

 

Streuobstwiesen? Das sind Wiesen auf denen verstreut Obstbäume stehen. Apfel, Birne, Walnuss, Quitte oder Pflaume um die klassischen Streuobstsorten zu nennen. Sie bilden Rückzugsraum für mehr als 6000 Tier- und Pflanzenarten. Nicht umsonst werden Sie auch die kleinen Regenwälder Mitteleuropas genannt.

 

Doch gerade den Streuobstwiesen im Osten geht’s an den Kragen: Seit den Achtzigerjahren sind sie um 70% zurückgegangen! Sie stehen auf der Roten Liste! Sie werden gerodet um Platz zu machen für Raps- oder Maisfelder für die Bio-Dieselproduktion. Oder sie müssen einfach Monoplantagen für den Massenobstanbau weichen, die weiteres Öl in die heutigen Preisfeuer von Äpfeln und anderem heimischen Obst schütten.

 

Diese Entwicklung möchte Ostmost langfristig verhindern: Der Wertschöpfungskreislauf „vom Baum in die Flasche“ muss verändert werden! Das Obst von den teilweise 150 Jahre alten Streuobstwiesen wird mit dem sogenannten Aufpreismodell fair und nachhaltig abgekauft.

  

 

Aufpreismodell: Ostmost zahlt den Bauern und Streuobstinitiativen mehr als das Doppelte für die ökozertifizierten Streuobstwiesenäpfel aus Ihrem Anbau. Somit können die Bauern weiter existieren und haben mit uns einen langjährigen Partner, wo sie Ihre Äpfel zu fairen Preisen verkaufen können. Der Konsument zahlt für die Flasche Ostmost etwas mehr und greift somit aktiv in den Wertschöpfungskreislauf ein: „Reclaim Streuobstwiesen - Austrinken und Aufbäumen“ 

 

 

Ostmost 2

 

 

Baumpatenschaften: Bei uns können Interessierte, Kunden etc. Baumpatenschaften erwerben. Zu einem bestimmten Preis pro Jahr können Sie eine Patenschaft für einen Baum oder sogar für eine ganze Streuobstwiese kaufen. Hiermit wird die Pflege und Hege eines Baums oder einer ganzen Streuobstwiese gesichert. Auch unsere Kunden (Restaurants, Clubs und Bars) werden mit in die Verantwortung gezogen: Sie stellen sich kleine, vom Verein Äpfel & Konsorten hochgezogene Streuobstwiesenbäume in ihre Freiflächen und nehmen diese in Ihre Obhut. Sie ziehen sie groß und wenn es soweit ist, werden die Bäume wieder auf eigene Streuobstwiesen gepflanzt. (Beispiele von Kunden sind: Prinzessinnengärten, Urban Spree, Klunkerkranich, Jonny Knüppel oder Brachvogel)

 

 

Äpfel & Konsorten: Unser Verein, gegründet ca. ein Jahr bevor es Ostmost gab, hat zur Zeit rund 45 ehrenamtliche Mitglieder. Wir haben u.a. Pomologen, Bauern, Baumwarte und Interessierte als Mitglieder. Mit dem Verein kümmern wir uns um das Thema Streuobstwiesen im Umland. Wir pachten Streuobstwiesen, pflegen sie, forsten auf und erhalten sie.

Wir geben Baumschnittkure oder zeigen wie man alte Baumsorten erhalten kann. Mit dem sogenannten „Aufpfropfen“ werden alte, regionaltypische Obstsorten erhalten um sie später wieder auf den Streuobstwiesen auszupflanzen. Hier kann jeder mitmachen. Kurse gab es zuletzt in den Prinzessinnengärten. 

Und um die Vereinsarbeit zu finanzieren wurde die Marke Ostmost gegründet.

Dabei ist der Slogan: "Reclaim Streuobstwiesen - Austrinken und Aufbäumen“ entstanden. Soll heißen: Mit jedem Kauf einer Flasche, mit jedem Schluck, unterstützt der Konsument von Ostmost die Vereinsarbeit von Ä&K und rettet somit die Streuobstwiesen!

 

 Ostmost 1

 

 

Qualität: Wir verwenden ausschließlich handgepflückte, ökozertifizierte Streuobstwiesenäpfel aus dem Ostdeutschen Raum! Im Gegensatz zu Tafelobst werden Mostäpfel, also Streuobstwiesenäpfel meist von Hand gepflückt, da bei Streuobstwiesen keine Erntemaschinen eingesetzt werden können. Der Bauer macht also am Baum die erste Qualitätskontrolle. Denn es werden nur die dicken, reifen Äpfel mit dem höchstmöglichen Briggsgehalt, d.h. Zuckergehalt geerntet. 

Die Weiterverarbeitung erfolgt nun in der Kelterei. Schonend und auf höchstem technischen Niveau wird hier seit ca. 60 Jahren Saft von ökozertifiziertem Streuobstanbau gekeltert. Mit einem Verfahren was es uns ermöglicht, die Trübstoffe - das Fruchtfleisch - im Saft „stehen zu lassen“. D.h. wir haben bei unserem Saft wenig Bodensatz, weil das Fruchtfleisch mit dem flüssigen Rest verbunden ist. Der Saft schmeckt somit voller, fruchtiger und frischer. Um eine Haltbarkeit zu generieren wird der Saft nur leicht erhitzt. Nach dem Motto: „So hoch wie nötig, aber so niedrig wie möglich“ um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.

 

 

Gesundheit: Die Äpfel auf Streuobstwiesen sind Mostäpfel, nicht Tafeläpfel. Sie haben Namen wie Minister von Hammerstein, Geflammter Kardinal oder Geheimrat Dr. Oldenburg. Sie enthalten im Gegensatz zu Tafelobst (für den Handel bestimmte Äpfel wie Braeburn, Jogagold oder Pink Lady) ein Vielfaches der sogenannten Polyphenole. Das sind die Stoffe die das „Gesunde“ am Apfel ausmachen.

Polyphenole binden freie Radikale im Körper, haben eine antioxidative Wirkung und wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend! Um nur einige Vorteile zu nennen.

 

 

Für weitere Informationen rund um die Streuobstwiese besucht ostmost.berlin oder aepfelundkonsorten.

 

 
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